Velo Continentale

„Das Leben ist zu kostbar, um es dem Schicksal zu überlassen“



Entlang der Adria


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Das letzte Stück des Fernradwegs München-Venezia ist mal wieder überzeugend. Ein reiner Radweg schlengelt sich durch Fluss- und Sumpfgebiete, ich erreiche Venedig fast ohne auf Straßen zu fahren, die Erwartungen sind deutlich übertroffen. Venedig selbst bleibt links liegen, ich nehme die Fähre direkt zum Lido di Venezia, da Räder in der Altstadt nicht gestattet sind. Sei es drum, die von Touristen überlaufene Stadt kommt gegen das tiefblaue Meer der Adriaküste und die schönen Radwege auf dem Lido nicht an. 

In Chioggia komm ich fast nicht zur Ruh, in der Hitze klebe ich nachts auf der Luftmatratze. Vor den ersten Sonnenstrahlen entschließe ich mich, den nächsten Zeltstopp auszulassen und direkt nach Bologna zu radeln. Knapp 150km durch die Ebene scheinen machbar, werden im Laufe des Tages aber immer länger aufgrund des Gegenwindes. Die saugute Pasta in Ferrara und die zwei Pausentage in Bologna motivieren aber und geben die notwendige Kraft. 

Gut ausgeruht und mit frisch gepflegtem Rad düse ich von Bologna nach Rimini, die 120km sind noch vor Mittag geschafft, und damit auch der zweite Abschnitt der Tour bis Rom. Ab Rimini verlasse ich die Adriaküste und kreuze Italien einmal quer Richtung Westen. 

Tag 7, Treviso - Chioggia: 95,3km, 130Hm, 22,4km/h
Tag 8, Chioggia - Bologna: 146km, 270Hm, 18,5km/h
2 Pausentage
Tag 9, Bologna - Rimini: 119km, 310Hm, 21,9km/h