The King of Mekong

„Das Leben ist zu kostbar, um es dem Schicksal zu überlassen“



Der Himmel brennt


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Silvesterraketen sind ja mal sowas von 1993! Schaute ich gestern in den Himmel von Chiang Mai, war dieser übersäht von Feuerwerkskörpern ganz anderer Natur, kleine unbemannte Heißluftballons bilden eine Kuppel über mir, wie ein zweiter Sternenhimmel, ganz nah und in ständigem Tanz. Immer wieder steigen neue orange leuchtende Quader nach oben, sehnsüchtige Blicke auf sich ziehend. Im Glanz der Augen derer, die den Ballon steigen lassen, spiegelt sich das Feuer der Ballons, und die Ästhetik des Augenblicks stellt jeden Knallfrosch und jede Rakete in den Schatten.

Um die Verunreinigungen der Seele loszulassen und somit das Leben neu und mit einer besseren Einstellung zu beginnen, lassen die Menschen in ganz Thailand beim Loi Krathong Fest beleuchtete Flöße den Fluss entlang treiben und hier im Norden des Landes auch Heißluftballons in den Himmel steigen. Schwere Lasten trage ich ja bekanntlich nicht mit mir rum, und mein Leben gefällt mir so wie es ist auch recht gut. Dies soll jedoch kein Grund dafür sein, die Festivitäten zu verweigern.

Und so schweben mit dem Ballon keine großen Sorgen in die beleuchtete Nacht, aber vielleicht ein paar Hoffnungen und Träume. Umrahmt wird die Zeremonie von vielen glücklichen Gesichtern, Touristen und Thais teilen den Moment, genießen in Andacht, oder leise jubelnd, jeder für sich, alle zusammen.

Chiang Mai ist alles das, was Bangkok nicht ist. Lebenswert und weniger hektisch, sauber und leise, angenehm für das westliche Gemüt mit niedrigeren Temperaturen und trotzdem mit typischem thailändischem Flair. Chiang Mai gefällt!