Indonesien

“Hello Misterrrrr!”

30.08.2012 – Chris

Selamat siang, Jakarta! Schon beim Verlassen des Flughafengebäudes ziehen sich die Nasenlöcher reflexartig zusammen. Doch es nützt nichts. Man merkt, wie sich der Smog bis zur Lunge durcharbeitet. Unglaublicher Gestank liegt in der Luft. Und die Busfahrt ins Zentrum macht es nicht besser. Der Fluss, an dem wir entlang fahren, ist eine Kloake. Der Wasserstand ist recht niedrig. Die Ufer sind gesäumt von Plastikkanistern, Plastikbeuteln, Essensresten und Fäkalien. Wir sind uns schnell einig: Man müsste uns ganz schön viel Geld in die Tasche stecken, wenn wir diese Brühe durschwimmen sollen. Und das, obwohl wir hier nur von einer Distanz von 15 Metern sprechen.

Es ist eindeutig: Indonesien (insbesondere Jakarta) hat ein Müllproblem. Man muss die Beine höher heben als sonst, um nicht im Müll zu versinken. Und immer wieder dieser Gestank. So etwas haben wir bislang auch in anderen Ländern mit ähnlich großer Armut – beispielsweise Bolivien – nicht erlebt.

Damit wären wir auch gleich bei Problem Nummer Zwei: die Überbevölkerung. Nirgendwo auf Java scheint es ein ruhiges Fleckchen Erde zu geben. Auf einer Insel, die vielleicht halb so groß ist wie Deutschland, tummeln sich fast doppelt so viele Menschen. Und alle möchten mobil sein. Hier liegt keiner im Garten oder geht mit dem Hund spazieren. Nein, hier fahren alle Roller und Moped. Mehrere Reissäcke, Fernseher, Stereoanlagen und Hühnerkäfige, alles wird auf zwei Rädern transportiert. Auch eine indonesische Kleinfamilie (Eltern und zwei bis vier Kinder) finden auf ein und demselben Gefährt Platz. Die Jugend frisiert gerne ihre Mopeds, so dass wir des nachts manchmal denken, es fährt ein komplettes Chapter der Hell’s Angels durch den Ort. Aber es ist dann doch nur ein Teenager, der gerade seine Freundin nach Hause bringt.

Viele Menschen bringen generell viel Lärm mit sich. Neben dem angesprochenen Verkehrslärm ist es wieder einmal eine Moschee, die uns aus dem Schlaf reißt. Um 4:30 Uhr morgens dröhnt ein Klagelied aus allen Megaphonen des benachbarten Gotteshauses. Und so geht es in Yogyakarta Tag für Tag. Abgelöst wird das Gebet vom krähenden Hahn. Tiefenentspannung sieht anders aus. Wir wurden so nur an zwei Tagen aus dem Schlaf gerissen. Wie halten es die Einwohner dort nur ein ganzes Leben lang aus?

Szenenwechsel. Borobudur – einer der bedeutendsten buddhistischen Tempel Südostasiens. Teenie-Mädels kichern, kleine Jungen bekommen große Augen und Eltern fragen schüchtern, ob sie ihre Kinder mit uns zusammen fotografieren dürfen. “Hello, misterrr!” wird uns an jeder Ecke hinterhergerufen. Wir fühlen uns wie Filmstars und kommen selber kaum dazu, das Monument zu bewundern, da wir ständig wieder angesprochen werden. Aufgrund der Sprachbarrieren ist die Kommunikation recht dürftig, aber alle Menschen sind freundlich und haben ein Lächeln im Gesicht. Nur der kleine Junge mit dem Özil-Trikot wirkt verängstigt, als Torge sich mit ihm fotografieren lassen möchte. Ähnlich ergeht es uns in Jakarta in der Altstadt, am Strand von Pangandarang, auf dem Dieng Plateau, auf dem Gipfel des Bromo Vulkans und auf unseren langen Zugfahrten. Kinder schauen uns stundenlang ins Gesicht. Wir fühlen uns wie Aliens. Viele wollen mit meiner blonden Armbehaarung spielen und wenn wir erzählen, dass ich ein Orang Utan bin oder vom Monkey Beach aus Thailand komme, ist das Gelächter groß. Wir unternehmen erste Lernversuche in Bahasa und können schnell “Danke” sagen und von 1 bis 10 zählen. Andere Fahrgäste bieten uns im engen Gedränge des “Ekonomi”-Zuges ihre Snacks an und man unterhält sich über seine Reiseziele. So schmutzig und laut Indonesien auch sein mag, in Sachen Gastfreundschaft und Freundlichkeit bekommen die Indonesier eine glatte Eins.

So danken wir auch Tim und Riska (deutsch-indonesische Musterehe), die uns herzallerliebst in den indonesischen Teil ihrer Familie in Jakarta eingeführt haben. Zum Abschluss des Ramadans wurden wir fürstlich bewirtet und konnten uns so einen Überblick über die abwechslungsreiche Küche Indonesiens verschaffen. Außerdem wären wir ohne die Beiden sicherlich in der Stadt ganz schön aufgeschmissen gewesen.

In der Kürze der Zeit (zwei Wochen) haben wir die meisten Highlights Javas abgearbeitet. Und das ist bei den Zug- und Busverbindungen sicherlich eine Kunst. Verspätungen von zwei Stunden sind keine Seltenheit und es werden Preise für Minibusse verdoppelt, wenn man nach 17 Uhr an der Abfahrtststation ist. Sitzkomfort ist ein Fremdwort. In den meisten Bussen sind fünf Sitze pro Reihe Standard und im Zug sitzt man allenfalls bequem, wenn man keine Beine mehr hat. So kommen wir auf die Idee, uns in den Gang zu stellen, um wieder ein wenig Blut durch die Gefäße fließen zu lassen. Dabei werden wir aber gnadenlos von den Getränke-, Snack, Spielzeug- und T-Shirtverkäufern zur Seite gedrängt, die den Mittelgang ununterbrochen auf und ab laufen.

Mittlerweile sind wir an der Ostküste Javas angekommen und legen mit der Fähre gen Bali ab. Unsere Eltern wird es freuen und auch wir atmen so richtig durch: Der verkehrstechnisch mit Abstand gefährlichste Abschnitt unserer Reise liegt hinter uns. In keinem anderen Land unserer Reise gab es so viele Risiken im Straßenverkehr wie hier. Es wird gedrängelt, gehupt und überholt. Vor allem: es wird immer überholt. Dabei ist es egal, ob wir uns in einem Taxi, einem Minibus oder einem großen Bus befinden. Durch die Bank waren alle Fahrer, die uns auf Java chauffiert haben, geisteskrank. Doch auch die anderen Verkehrsteilnehmer wie Roller- und LKW-Fahrer nehmen keine Rücksicht. Es wird links wie rechts überholt und oftmals ist zwischen den Fahrzeugen nur noch Platz für ein Blatt Papier. Da lobe ich mir doch den deutschen Straßenverkehr!

Nun sind wir bereit für Bali. Unsere Surf-Fertigkeiten haben wir an der Südküste Javas weiter verbessert und können es kaum erwarten, diese den Bikini-Schönheiten auf der Insel zu präsentieren. Und wenn das nicht klappt. wissen wir zumindest, wie man ein Surfboard cool in der Hand hält und damit den Strand abläuft. Zuvor geht es aber noch auf die berühmten Gili Islands nahe Lombok. Am 31.8. ist Full Moon Party! 🙂

 

Ode an Bali

13.09.2012 – Torge

Balinesen und Balinesinnen,
Ich bin froh, dass ich hier gewesen bin
Oh schönes Malle der Südsee
Bali, der Abschied von dir tut weh!

Java hat uns sehr geschlaucht
Ruhige Tage haben wir gebraucht
Zwischenstation Gili Eiland
Dessen Vollmondparty weltbekannt!

Kulinarischer Gaumenschmaus
Nachtleben in Saus und Braus
Scooterfahrten durch Reisterassen
Bali, ich kann nicht von dir lassen.

Schöne Strände, grosse Wellen
Denen wir entgegen schnellen,
Surfartisten in der Brandung
Aua, unsanfte Landung!

Kleine Wege, enge Gassen
Roller sollste vorbeilassen
Hornissenschwarmartig umschwirrend
Unkontrolliert beirrend!

In Seminyak neigt sich die Sonne
unsere Herzen platzen voller Wonne
Oh Bali, du setzt Asien die Krone auf
Wir ziehen weiter unseren Lauf!

TimPlötzlich MillionärMit Tim und Family in Jakartas AltstadtRiska, Tim, Julian, ChrisChris ist heiß begehrtDunkle Ecken in JakartaBreakdance...Grafitti PanoramaChris springtTurnen am StrandJascha, Shiva und TorgeMenschen, Müll, Menschen, Müll...Top of the Pops, jeder will ein Foto mit unsFoto Foto Foto Please500m weiter ist keine SauHappy L'AttitudesPosieren mit allen IndonesiernDie ruhige Seite des StrandesAnkämpfen gegen die StrömungKung FuAhhhhhhhSurftagFischmarktKleiner Scooter ParkplatzTempelMädchen klettern auf den TempelChris vor TempelpanoramaÖzil Jr.Aussicht vom Dieng PlateauBorobudur TempelBorobudur TempelBorobudurChris mit BuddhaTorgeChrisDer rote Ball steigt langsamDie ersten Sonnenstrahlen erleuchten den BromoTorge früh morgensChris vor BromoGunung BromoTorge mit unserem LandcruiserGunung BromoLangsam werden wir fitChris mit LandcruiserDas Innere des Gunung BromoDer Wind spielt mit der VulkanascheTotal überlaufenTraditionelle Segler vor LombokSenggigiSenggigiLesen bildetNoch Fragen?Hawaiian StyleTorge bei einer seiner LieblingsbeschäftigungenDumm und DümmerSonnenuntergang Gili mit Vulkanen auf Bali im HintergrundChris entspannt beim SonnenuntergangSunset BeachBäääähChrisChris vor unserer Hütte in UbudAuf dem MarktFischAuf dem MarktTorge bereitet den Basisbrei für Balinesische Küche zuGericht 1: Sayur UrabTunfisch wird gebratenGericht 2: Tuna Sambal MatahChris schneidet TofuwürfelChili, Knoblauch und FrühlingszwiebelnGericht 3: Tempe ManisSo sieht ein Balinesisches Satespieß aus.... vor dem BratenMunteres FleischspießformenSatespieße werden gebratenZwei Meisterköche sind vom Himmel gefallenGericht 4: Bali Sate LilitGericht 5: Odor AyumGericht 6: Special Shrimp CurryMeisterköche samt Lehrerin und ShrimpgerichtSaugAffenbandePunkEntenmarsch durchs ReisfeldRotGrün auf BaliHarte ArbeitScooter Boyknapp 2mBier & StrandReisterassenReisChris mit ScooterTorge mit ScooterMIttagspause