Vor der Reise

Sony Nex-5

04.12.2010 – Torge

Die Sony Nex-5 wird für uns auf der Reise die besten Momente festhalten! Mein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk wird zum ersten Mal in Singapur und Malaysien getestet. Ich bin zuversichtlich, dass diese Kamera der richtige Kompromiss zwischen Bildqualität und Packmaß ist. Sie vereint Wechselobjektive mit einem kompakten Gehäuse.

 

Neuer Kleiderschrank

15.02.2011 – Torge

Wir haben uns für einen Osprey Rucksack entschieden. Der Fischadler (Osprey Waypoint 85) wird für uns alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände um die Welt tragen. Überzeugt hat er uns aufgrund seiner Flexibilität und seines sehr geringen Gewichts. Er hat einen abnehmbaren Tagesrucksack, die Schultergurte lassen sich abdecken, und er öffnet sich wie ein Koffer für einfaches Packen und organisieren.

 

Kanutour in Dänemark

01.05.2011 – Torge

Nach zwei Vorbereitungstagen, an denen wir nochmals die Route verfeinert und über die Packliste diskutiert haben, paddelten wir zwei Tage lang über die Guldenaa. Der Fluss verbindet mehrere Seen im zentralen Jüttland, nicht weit von Aarhus entfernt.

Kaum hatten wir ein paar Paddelschläge hinter uns, kam der Wunsch in uns beiden auf, den Amazonas oder Nil in unsere Reise zu integrieren und per selbstgebautem Kanu zu bereisen….

 

Richtfest!

27.05.2011 – Torge

Im Internet gesichtet, bei Globetrotter getestet, und jetzt in den USA gekauft: Das Golite Shangri-La 3. Ein simpler, leichter und wunderschöner Unterschlupf, immer wenn der Berg ruft, die Natur zur Nacht im Freien einlädt, oder uns aus anderen Gründen ein Dach überm Kopf fehlt.

Ich habe das Zelt direkt schonmal aufgestellt, und ein paar Fotos geschossen, natürlich mit entsprechend ansprechendem Hintergrund. Auf dem Weg von Vancouver nach Oregon bin ich beim Mount St Helens vorbeigekommen und an einem der Seen im Nationalpark konnte ich nicht widerstehen. Ruck zuck stand das Golite und am liebsten hätte ich mich gleich für die Nacht hineingelegt…. aber das Hilton in Corvallis wartete auf mich 🙂

 

Segeln nach Borkum

13.08.2011 – Torge

Nach einer weiteren Planungswoche in Meißen und einem kurzen Zwischenstopp in Hamburg zum Organisieren der Abschiedsparty, war Borkum das Ziel eines dreitägigen Segelwochenendes.

Chris war schnell eingelernt und nachdem das Emssperrwerk öffnete, rauschten wir hart am Wind nach Delfzijl. Am nächsten Tag ging es früh morgens nach Borkum, wo wir bereits vor 11Uhr die Leinen festmachten und darauf erstmal einen Korn tranken.

Ein Spaziergang am Strand und Pizzaessen in der Stadt standen noch auf dem Programm, dagegen haben wir den Besuch im Meckie Messer lieber sein gelassen….

Am Sonntag ging es dann bei 6-7 Windstärken zurück nach Jemgum. Ein guter Ritt und sauschnell. Smilla liegt gut im Wasser!

 

Booked!

29.08.2012 – Torge

Ein großer Tag, unsere Tickets wurden ausgestellt. Ramona von STA Travel in Dresden hat uns kompetent beraten und jetzt sind wir zwar ein paar Euro ärmer, dafür aber stolze Besitzer ein RTW Tickets.

Flughafenstationen: Frankfurt – Madrid Barajas – Lima / Punta Arenas – Santiago – Sao Paulo – Santiago – Bogota / Los Angeles – Honolulu – Tokyo – Bangkok / Denpasar Bali – Hong Kong – Auckland – Hong Kong – Frankfurt

Achja, hier ist noch ein Fun Fact: Chris ist nicht kreditwürdig, für den Flug hat es nicht gereicht. Also gebt ihm ruhig mal ne Runde aus, wenn ihr ihn in nächster Zeit seht.

 

Tschüß Herr Chef

02.09.2011 – Torge

Ein bißchen mulmig ist mir schon. Wer kündigt heutzutage schon ein gut bezahltes und unbefristetes Arbeitsverhältnis? Ich tue es. Ich sage wie es ist. Zwei Monate werde ich noch alles geben, dann sitze ich im Flieger.

Die Reaktionen gleichen sich: Fast alle beneiden mich, sowohl um die Entscheidung als auch das bevorstehende Abenteuer. Mein Chef bietet mir sowohl die Möglichkeit an statt der Kündigung ein Jahr Urlaub zu nehmen, als auch dass ich ihn gerne nach meiner Rückkehr anrufen darf, wenn ich mir vorstellen kann, wieder in Aarhus zu arbeiten.

Nachdem die Tür hinter mir ins Schloss gefallen ist, und ich mich auf mein Rad schwinge, fühle ich mich erleichtert. Die letzten Wochen, wo ich mehr und mehr irgendwelche Lügengeschichten erfinden musste um nicht zukünftige Projekte übernehmen zu müssen, waren nicht angenehm. Es ist besser, so wie es jetzt ist. Klare Verhältnisse. Und ein neues Thema für die Unterhaltungen am Mittagstisch in den nächsten Wochen.

Es geht mir gut. Ich sollte öfters mal kündigen…

 

Abgesichert

24.09.2011 – Torge

Reisekrankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung und Gepäckversicherung: alles in einem Rundum-Sorglospaket von STA-Travel! Deal!!!

Damit wir uns unterwegs auch ordentlich austoben können, sind alle Sportarten und im Grunde genommen jede Situation abgesichert. Wir können sorglos reisen. Vorsichtshalber habe ich schonmal für 18 Monate gebucht 🙂

 

Schlaflos in Dänemark

21.10.2011 – Torge

Da geht einem einiges durch den Kopf. Natürlich lichtet sich langsam die Liste mit den noch zu erledigenden Sachen. Nüchtern betrachtet bin ich startklar. Gleichzeitig lichtet sich die Anzahl der Tageskästchen im Kalender, die zwischen heute und dem 10 November, unserem Abflugdatum, stehen. Und kann man nüchtern bleiben in Anbetracht dessen, dass wir in nunmehr 20 Tagen das Weite suchen und die erlebnisreichste Reise unseres Lebens angehen?

Vorfreude habe ich schon die letzten drei Jahre gespürt. Jede Minute, die ich mit Planen und Überlegen verbrachte, war erfüllt, hatte einen Sinn, und hat mir regelrecht Spaß gemacht. So schwer es manchmal war abzuwägen, ob man ein bestimmtes Land von der Reiseroute streichen soll oder nicht, so genussvoll war es auch, sich auszumalen, wie es zum Beispiel sein würde mit dem Fahrrad ei Yungas Road runterzudüsen. Seitdem der Beschluss gefasst war die Reise anzugehen, war ein Teil von mir bereits auf Reise. Zu dieser Vorfreude gesellt sich nun langsam eine gewisse Spannung. Gestern Nacht konnte ich lange nicht einschlafen. Diese Spannung basiert dabei kein bisschen auf Sorge, Nervosität oder Stress. Es ist vielmehr so ähnlich wie früher in der Nacht vor dem eigenen Geburtstag. Vorfreude kommt auf, sobald man die Einladungen zur Feier verschickt hat. Aber kurz vor dem großen Tag, da reicht die Vorfreude nicht mehr aus, da ist ein kleiner Junge gespannt wie ein Flitzebogen. Es ist verdammt schön, wieder dieser kleine Junge zu sein.

 

Farvel Danmark

27.10.2011 – Torge

Bei einer Weltreise lernt man jeden Tag etwas Neues. Damit habe ich nun bereits vor der Abreise angefangen, indem ich für die Verabschiedung von meinen Kollegen in Aarhus eine Kuchenweltkarte gebacken habe. Dabei besteht jeder Kontinent aus einem anderen Kuchen (Europa: Guildos Nussecken, Afrika: Bienenstich, Nordamerika: Brownie, Südamerika: Bananenkuchen, Asien: Zitronenkuchen, Ozeanien: Kokosmakronen).

Gute acht Stunden stand ich vor dem Backofen, dann waren sowohl ich, als auch der Kuchen fertig.

Meinen Kollegen hat es geschmeckt, und gebührend verabschiedet haben sie mich auch. Als Abschiedsgeschenk gab es eine nette Spende für unsere GoFundMe Seite.

Nach fast fünf Jahren verlasse ich Dänemark. Ich sage Danke vor allem für den interessanten Job, mit netten Kollegen und vielen Reisen in alle Welt. Farvel Danmark!

 

Karibik in Hamburg

06.11.2011 – Torge

Es ist November und es wird langsam kalt, auf der Reeperbahn tragen junge geschäftstüchtige Damen Moonboots und Daunenjacken, entlang der Seemannskneipen am Fischmarkt sieht man erste Schals und Mützen. Doch zwischen Reeperbahn und Fischmarkt kann man bei genauerem Betrachten eine Gruppe von rund 60 Verrückten ausmachen, die sich teils mit Bermudashorts, mit Baströcken, Hawaiihemden und Blumenkränzen an einem heißen karibischen Klima erfreut und exotische Cocktails schlürft.

Diese bunte Meute feiert im Roatan, einem tiefblauen Tauchparadies mit honduranischem Flair, den Abschied von Chris und Torge, vier Tage bevor diese sich aufmachen, die Welt zu umreisen. Die anfänglichen Platzprobleme am Korallenriff werden mit latinohaftiger Lockerheit gelöst, das Essen regt die Gaumen an, und wer sich noch nicht alle kennt, der ändert dies.

Schon am Vortag hat sich eine kleine Delegation zum Feiern getroffen, in der Eppendorfer Grillstation fing es mit der Schweinshaxe Joshua, Pommes Schranke und Becks an, im Schanzenviertel wurde bis in die Nacht weitergefeiert, so doll, dass das geplante Brunch am Samstag morgen kurzerhand abgesagt werden musste. Der Samstag begann stattdessen am Nachmittag mit einem Streifzug über den Hamburger Dom, mit Achterbahnfahrt (6 Euro für 5 Loopings) und Getränken in der “Kajüte”. Die mittlerweile schon überwiegend karibisch gekleidete Gruppe wurde im Schellfischposten mit weiteren Sonnenanbetern verstärkt, Astra & Co floss jetzt schon recht gut, nur Ina Müller ließ sich nicht blicken.

Nur 500m weiter startete dann das Fest bei Max und Aurelio im Roatan Restaurant, wie oben beschrieben. Details vom weiteren Verlauf der Nacht / des Morgens würden hier den Rahmen sprengen. Nur ein Fazit: Laut meines Wissens haben alle Teilnehmer den Tauchgang im Roatan überlebt. Chris und Torge fühlen sich würdig verabschiedet und sind nach der heißen Party heiß auf den Flug am Donnerstag! Danke für all die netten Worte, für eure Teilnahme, die Geschenke und die gute Laune!

 

Winter adé – scheiden tut weh

10.11.2011 – Torge

Es ist der letzte Zwischenstop, die letzte Nacht in Deutschland, verbracht im Kreise der Familie: Hans-Hermann, Jan, Karin, Mareike und Lara. Es gibt leckeres Essen, deutschen Wein und eine nette Bleibe, bevor es in die weite Welt geht. Gestern im Zug habe ich gelesen und entspannt, bevor es noch Kuchen bei Oma in Frankfurt gab. Schon wieder ein Abschied, schon wieder den Tränen nahe.

Aber mehr noch als die Qual des Abschieds, drängt sich das Fernweh auf, jetzt wo es nur noch ein Tag ist, der zwischen hier und dem großen Abenteuer Weltreise steht. Ich will einige Worte zitieren, die mir mein Vater Gerd im Abschiedsbrief geschrieben hat:

“Nach dem langen Trippeln auf der Stelle macht ihr morgen einen großen Schritt: lang gehegte Träume werden wahr, verwandeln sich in Realität. Was viele träumen nur – ihr setzt es in die Tat um. Nun mischt sich bei euch Sehmut und Wehmut … Ganz sicher aber werdet ihr euch im nächsten Jahr verändern, verwandeln – (ältere Leute würden “reifen” sagen). Die Welt mit anderen Augen sehen, viele Stimmen, Sprachen gehört zu haben, Abenteuer erlebt, bestanden, Enttäuschungen überwunden zu haben. Begegnungen mit Menschen aller Herren und Frauen Länder, Begegnungen mit und in der Natur. Davon werdet ihr erzählen, bin ganz gespannt, Metamorphosen…”

Gleich steht der letzte Abschied bevor, das letzte Mal, dass es “Adé” heißt, danach konzentrieren wir uns auf das “Hola”, auf das Erleben und das “reifen”.

Ich bin aufgeregt! Auf geht’s
Euer Torge